Wreck of the Hesperus - Light Rotting Out LP

Wreck of the Hesperus - Light Rotting Out LP
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Das Zweitwerk der drei Iren, die sich auch schon mit der Death-Doom-Vorzeigeband Mourning Beloveth eine Split teilten, bietet 40 Minuten kantigen und rauen Doom mit Funeral-Schlagseite, der zumindest mich oftmals an Sols’s "Let there be a massacre" (minus der experimentellen Instrumente) erinnert. Grelle Gitarrenwände und schleppendes Schlagzeug treiben die erdrückend-unwirtliche Musik stetig voran, von hintergründigen Disharmonien und Einsprengseln wie Geige und Saxophon begleitet, ständig zwischen klanglich Dichten Ausbrüchen und brechender Langsamkeit pendelnd. Die verzerrten dualen Stimmenlinien schließlich setzen dem schleppenden Ungetüm noch die Krone auf, beißen und keifen sich ins Ohr, ohne jeglichen Feingeist oder Schönheit. Ohne Frage braucht "Light rotting out" einerseits eine generelle Affinität zu den raueren Auswüchsen der Szenerie (Mourning Beloveth sind dagegen eher samtig-weich), und dazu noch eine gehörige Portion Zeit. Denn wie der Reifeprozess des Albums selbst, welches nun mittlerweile fünf Jahre unter Bearbeitung war, brauchen auch die Stücke ihre Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Dann aber ergibt sich ein zwar immernoch kantig-unbehagliches Werk, jedoch erweitert um geschickt eingeflochtene Details und gänzlich ohne atmosphärische Längen oder Spannungsabfall – Aesthetic Death haben wieder ganze Arbeit geleistet. Fazit: Wer einen gehörigen Ausflug in den Ekel unserer Existenz sucht, dem sei "Light rotting out" definitiv empfohlen. Das gesamte Album strahlt Abkehr, Abscheu und bitteren Pessimismus aus, ohne sich dabei in Kitsch oder Pathos zu suhlen. Für Doom-Anhänger ein wohl viel zu kurzes Highlight diesen Jahres – meine Empfehlung!

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